Aber jetzt wird alles besser ;-)
Da ich viel lese, möchte ich immer Ende des Monats/zu Beginn eines neuen mein literarisches Monat ein wenig mit euch teilen - Eindrücke, Empfehlungen, Gedanken, einfach alles was mir so dazu einfällt.
Im Juli war es nicht viel Lektüre aber ein paar Schmöker konnte ich doch schaffen:
IM BRUNNEN DER MANUSKRIPTE von Jasper Fforde
Es ist das dritte Buch der Thursday Next Reihe, die ich im Mai im Dubaiurlaub begonnen habe. Die ersten beiden Bände waren wirklich toll und ich musste mich immer förmlich dazu zwingen ein anderes Buch dazwischen zu lesen. Leider war jedoch dieser dritte Band enttäuschend.
Kurz worum es bei der Thursday Next - Reihe geht: Thursday ist eine Art James Bond der literarischen Welt. Sie jagt Bösewichte, die Originalmanuskripte stehlen und darin etwas verändern wollen, Figuren auslöschen wollen o.ä. Das Besondere an ihr ist, dass auch sie in Bücher springen kann, wie sie mit der Zeit erfährt und lernt. Das ganze spielt in einer Parallelwelt, die eine andere Entwicklung genommen hat als unsere Welt. Oft verwirrend aber doch spannend.
Im dritten Teil ist sie schwanger und versteckt sich im Brunnen der Manuskripte vor Bösewichten, Ordnungshütern usw. Leider ist das ganze etwas langatmig, viele Wiederholungen und Szenen, die unnötig aufgebauscht werden. Die eigentliche Handlung wird extrem ausgeschmückt, was aber kein Gewinn ist.
Ich kann jedem den ersten und zweiten Teil empfehlen, aber leider ist der dritte nicht so besonders. Den vierten werde ich dennoch lesen, da mich die Reihe interessiert und ich wissen möchte wie es mit Thursday weitergeht. Werde natürlich berichten ob man den vierten Teil wieder mehr genießen kann.
Im Brunnen der Manuskripte - leider nicht so toll....
Bisher gelesen aus Jasper Ffordes Thursday Next Reihe....
DER HIMMEL ÜBER DEN LINDEN von Theresa Révay
Dieses Buch hat mir schon viel besser gefallen. Es ist eine Art Familienchronik über zwei Generationen, die mit der Zarenrevolution in Russland startend (nur in Nacherzählungen) über den 2.Weltkrieg (die Geschichte startet mit der Befreiung Deutschlands durch die Alliierten) bis in die 60er zieht. Es geht um Liebe, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, den Krieg, die Nachkriegszeit und wie man mit seiner Nazi-Vergangenheit oder seinen Verbindungen dazu überhaupt leben kann.
Ein wenig fließt auch Mode und Fotografie ein. Es ist sehr stimmig, wird mit viel Gefühl erzählt und vermittelt einem dieses bekannte Gefühlt "Wie klein die Welt oft ist".
Es war wirklich gut zu lesen und wenn man diese Nachkriegsstorys mag ist es wirklich empfehlenswert.
DIE WUNDERBARE WELT DER ROSIE DUNCAN von Miranda Dickinson
Dies ist eine Geschichte, die schon eher der Realität entspricht. Mich hat besonders das Cover angesprochen und auch der Deckeltext war vielversprechend. Deswegen kam es auch auf meine Wunschliste.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass es kein "Must - Read" ist. Die Geschichte plätschert vor sich hin, die Hauptfigur Rosie nervt etwas und allgemein ist es sehr austauschbar.
Gefallen hat mir das Setting. Rosie ist Besitzerin eines kleinen Blumenladens in New York und das ganze Leben in Manhattan, die Funktionalität der Presse, der Kontakte usw. ist sehr realistisch, wenn man weiß wie es tatsächlich läuft. Das ganze Feeling von Manhattan wird sehr gut dargestellt und man kann mitfühlen, wenn man New York bzw. Manhattan kennt.
Rosie ist paranoid meiner Meinung nach. Sie macht aus Dingen ein Geheimnis, die zwar verletzend waren aber die heutzutage so immer wieder passieren können. Mir gefiel es nicht, dass sie sich als größtes Opfer dieser Welt sieht und sich auch so aushalten lässt. Es ist dieses typische "Ich will keine Aufmerksamkeit, aber in Wirklicht erlange ich genau dies mit meiner Mitleidsmasche und Geheimnistuerei." mich nervt das.
Ich war schnell mit dem Buch durch, da es einfach zu lesen ist, aber nicht weil mich die Story vorangetrieben hätte. Also wirklich nur lesen, wenn man Manhattan, Blumen, Floristik und flaue Liebesromane mag.
Optisch ein GO - Inhaltlich ein NO
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